Weltklasse-Taucher gingen für Test ins Wasser

Dr. Luigi Magno ist weltweit eine Koryphäe im Bereich der hyperbaren Medizin

Dr. Luigi Magno ist weltweit eine Koryphäe im Bereich der hyperbaren Medizin

Medien und Sportprofis erlebten eindrucksvolle Demonstration.

 

Für Überraschungen und spektakuläre Ereignisse ist Airnergy, Hersteller innovativer Atemluft-Geräte aus Hennef, immer gut. Gestern, am 23. Mai, hielten drei durchtrainierte Sportler, darunter zwei Apnoe-Taucher aus Italien, am Freibad der Sportschule Hennef als Testpersonen die Luft an, und zwar länger als normale Menschen es können.

 

Darum ging es: Es gibt bereits eine Reihe von Untersuchungen, wonach der Organismus von Menschen, die Luft aus einem Airnergy Gerät atmen, mehr Sauerstoff verwerten kann. Aber in aller Öffentlichkeit demonstriert wurde es noch nie. Als Nachweis gilt ein unter dem Einfluss von Airnergy stark abfallender Sauerstoffanteil im Blut. Sauerstoff brauchen fast alle Zellen zur Energieversorgung. Sinkt der Sättigungsgrad im Blut, wurde er vermehrt in die Zellen transportiert. Notwendig zur Beweisführung sind allerdings Messungen vor und nach dem Atmen der Luft aus einem Airnergy Gerät.

 

Weil Airnergy seit Monaten von Apnoe-Tauchern im italienischen Olympiazentrum Tirrenia getestet wird und Taucher wie Mediziner der in dieser Sportart führenden Nation von der Wirkung begeistert sind, wurde die Idee zum heutigen Versuch vor Publikum entwickelt. Die Versuchsanordnung: Drei Taucher, die bisher keine Erfahrung mit Airnergy hatten, hielten zwischen zwei und sechs Minuten die Luft an, wobei permanent die Sauerstoffsättigung des Blutes und der Pulsschlag gemessen wurden. Es waren der Freizeittaucher Sascha Gräfer aus Münster, der italienische Weltklasse-Apnoist Giuliano Marchi und die amtierende italienische Meisterin und Unterwasserarchäologin Monica Barbero. Nach einer ersten Apnoephase atmeten sie 20 Minuten Airnergy, dann folgte die zweite Apnoephase, wiederum mit Messung. Die Daten wurden während des gesamten Versuchs angesagt, dann im Computer ausgewertet. Das Messergebnis – Daten vom Ende der ersten und der zweiten Apnoephase, also unmittelbar vor und nach dem Airnergy Atmen, wurden schließlich auf eine Leinwand projiziert.

 

Apnoe-Taucher sind deshalb geeignete Testpersonen für die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut, weil sie nicht atmen – Apnoe heißt ja auch Atemstillstand. Menschen, die atmen, nehmen ständig neuen Sauerstoff auf, eine Messung von Veränderungen wäre mit einem hohen apparativen Aufwand verbunden. Zur Messung in Hennef diente ein Pulsoxymeter, eine kleine, aus der Medizin und speziell der Anästhesie bekannte Klemme, die auf den Finger gesteckt wird und Daten zum Computer überträgt.

 

Etwa 60 Gäste erlebten den Test live mit und konnten sich überzeugen, wie der Sauerstoffgehalt des Hämoglobins in der Testzeit bei allen Tauchern deutlich abgenommen hatte. Dr. Luigi Magno, bekanntester Taucharzt Italiens und weltweit eine Koryphäe im Bereich der hyperbaren Medizin, war mit den Tauchern angereist. Er leitet auch die Untersuchungen in Tirrenia. Seine Erklärung für die nach Airnergy geringere Sauerstoffsättigung des Blutes, die im Übrigen anders als etwa die Pulsfrequenz nicht durch Training oder psychische Faktoren beeinflusst werden kann: „Am Anfang, wenn wir atmen, sind die roten Blutkörperchen voll mit Sauerstoff. Das Blut ist wie ein Zug, der in der Lunge startet und durch den Körper wie über ein verschlungenes Schienenetz fährt. Überall wird Sauerstoff abgegeben, der die Zellen mit Energie versorgt, so als würden aus dem Zug ständig Passagiere aussteigen. Am Ende fährt der Zug zurück in die Lunge. Hat ein Mensch Airnergy geatmet, können einfach mehr Passagiere aussteigen“. Dass mit seinen Messungen eindeutig die Wirkung von Airnergy gezeigt werden kann, steht für Dr. Magno fest. Aber auch, dass jetzt weiter geforscht werden muss.

 

Auch wenn das Wetter ziemlich schlecht war und die Temperatur gerade einmal 14 Grad betrug, zeigten die italienischen Taucher im Anschluss an die Tests noch ein wenig von ihrem Können. Im 10 Grad kalten Wasser legten sie im Becken 100 Meter unter Wasser zurück.

 

Interessant waren die persönlichen Eindrücke der Taucher über den Unterschied zwischen erster und zweiter Apnoephase. Giuliano Marchi hatte beim zweiten Mal überhaupt nicht das Gefühl, sich anzustrengen, auch nicht nach mehr als 6 Minuten Atemstillstand. Ihm ist es leichter gefallen, länger in der Apnoephase zu bleiben als beim ersten Mal.

 

Für die Repräsentanten der Tauchverbände war die Vorführung ausgesprochen spannend, weil sie direkt mit der Frage zu tun hatte, wie beim Tauchen die Leistungsfähigkeit verbessert und die Leistung gesteigert werden kann.

 

Alle anderen, die den Test miterlebt haben, waren nicht weniger beeindruckt, denn mehr Sauerstoff als Energielieferanten für die Zellen zur Verfügung zu haben, ist nicht nur für Sportler wichtig, sondern besonders auch für gestresste oder erkrankte Menschen.

 
 
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